Antwort der BPUK auf das Kantonsmonitoring von Avenir Suisse
Die Bau-, Planungs- und Umweltdirektoren-Konferenz BPUK nimmt das Kantonsmonitoring zur
Raumplanung von Avenir Suisse zur Kenntnis. Diese Untersuchung und dass die Raumplanung vermehrt zum
Thema wird ist zu begrüssen, allerdings sind einige Aspekte der Studie zu hinterfragen.
Dass die Kantone ihre Hausaufgaben in der Raumplanung teilweise nicht gemacht haben, weisen die
kantonalen Baudirektoren nicht von der Hand. Sie unterstützen daher die Änderung des
Raumplanungsgesetzes, welche als indirekter Gegenvorschlag zur Landschaftsinitiative konzipiert
ist.
Ziel der Avenir Suisse-Studie ist es, die Wirkung der kantonalen Raumplanungen zu messen. Als
Indikatoren dienen den Verfassern 33 Planungsinstrumente, die darauf geprüft werden, ob und
inwieweit sie die Kantone zur Steuerung ihrer Planungspolitik eingesetzt haben. Dabei kommen
Indikatoren vor wie zum Beispiel "Formalisiertes Richtplancontrolling", "Regeln und
Vorschriften zur inneren Entwicklung", "Finanzielle Unterstützung des Kantons für
Gemeindefusionen" oder "Planungsmechanismen für andere funktionale Räume". Aus Sicht
der Baudirektoren wird ein Fragezeichen gesetzt, die Raumplanungen der Kantone nach solchen
Kriterien zu rangieren. Weitere Aspekte der Studie sind methodisch zu hinterfragen, etwa die
zufällige Auswahl von Zeithorizonten oder die zu geringe Beachtung der strukturellen Unterschiede
der Kantone. Der Befund, ob eine Raumplanung greift oder nicht, lässt sich vor allem am gebauten
Resultat, "draussen im Feld", beurteilen.
Die Studie liefert verschiedene Denk- und Lösungsansätze für die Zukunft. Dies ist ein grosses
Verdienst von Avenir Suisse.
Eine ausführliche und kritische Replik der Zuger Baudirektion zur Studie von Avenir Suisse
finden Sie auf dem Blog der VLP-ASPAN.
Erscheinungsdatum: 29.06.2010
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